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Freitag, 22. Dezember 2017

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Freitag, 22. Dezember 2017

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Sonntag, 10. Dezember 2017

Erstaunliche Parallelen zwischen Maduro und ChaosNeureuther

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat eine Teilnahme der wichtigsten Oppositionsparteien an der nächsten Präsidentenwahl 2018 ausgeschlossen. Der Boykott von drei der größten Oppositionsparteien bei den Kommunalwahlen am Sonntag disqualifiziere sie automatisch von den nächsten Wahlen, erklärte Maduro nach Abgabe seiner Stimme in Caracas. Er werde sich zur Wiederwahl stellen und die Wahl gewinnen.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

WGFH04 // Hier erkennt man die essentielle Bedeutung von Sicherheiten bei Anleihe einer betrügerischen Firma WGF // Carpevigo hat bei der A0N3X2 bezüglich der Sicherheiten mehr als gefuddelt....und der sg gV Wagner tut nichts um diesen haltlosen Zustand zu korrigieren....stattdessen prüft er ob er als (anwaltlicher)Vertreter nicht seine Mandanten auf Schadensersatz verklagen kann/soll



WKN: A1PGWY ISIN: DE000A1PGWY5 Symbol: CV3A....was ist aus dieser Anleihe geworden ?


Es liegt in Euren Händen, ob alles „wie bisher“ im „Carpevigo-Paradies“ laufen wird oder doch eine Wende für ALLE Anleihe-Gläubiger demnächst erreicht werden kann.

  1. Geschätzte Anleihe-Gläubiger (der Anleihe A0N3X2)

    diese gerichtlich erwirkte Einberufung der ausserordentlichen Gläubigerversammlung der Anleihe A0N3X2 kann schon jetzt als Teil-Erfolg vom Hr. Koch in seinen gerichtlichen Auseinandersetzungen gegen die Verantwortlichen der Carpevigo AG und den gemeinsamen Vertreter gewertet werden.

    Er hat auf dem Rechtsweg etwas erreicht, was für ALLE Gläubiger ALLER Carpevigo-Anleihen von immenser Bedeutung ist, nämlich die Möglichkeit einer erneuten Abstimmung.

    Dass der Hr. Neuruether, Hr. Ponzer oder Hr. Dr. Wagner in ihren Statements (auf der Homepage bzw. vor Gericht) mit den Fakten nicht immer „so bis zum letzten Punkt“ haben, dürfte im Laufe der Zeit aus den veröffentlichten Dokumenten für sich allein sprechen; nur der Vollständigkeit halber: Hr. Koch (mit seinen Gesellschaften) ist nicht alleine, der die o.g. Anleihe letztes Jahr gekündigt hat.

    Seitens Carpevigo unter Mitwirkung des gemeinsamen Vertreters wurde bisher „mit aller Macht die Sanierung“ vorangetrieben, bisher leider OHNE sichtbaren Erfolg für ALLE Anleihe-Gläubiger – das hat entweder System oder ist das Ergebnis der Unzulänglichkeiten der bisherigen „Sanierer“ inklusive dem gemeinsamen Vertreter; seine bisherigen Informationspflichten fanden kaum statt.

    Kurz zusammengefasst die Fakten dazu:
    - die ersten Carpevigo-Anleihen wurden 2007 begeben, weitere zwei, drei Jahre später; im Durchschnitt ca. 2008. Mit diesen wurden (glauben wir) Photovoltaik-Anlagen errichtet. Die stattlich garantierten Einnahmen fliessen dafür 20 Jahre lang, somit bis ca. 2028; ab heute also noch gut 10 Jahre
    - Nach letzten bekannten Angaben von Carpevigo belaufen sich die jährlichen Einnahmen per Anfang 2016 auf ca. EUR 8 Mio. und die Tilgung der Bankdarlehen ca. 3 Mio. jeweils pro Jahr
    - die Carpevigo-Bilanzen der (einigen) letzten Jahre weisen jeweils entweder ein negatives oder höchstens ausgeglichenes Ergebnis auf; d.h. die (verbleibenden Einnahmen von) ca. 5 Mio. pro Jahr werden für: Zinsen, Rechtsberatung, gerichtliche Auseinandersetzungen sowie einen (!) Mitarbeiter verwendet; wo „versteckt“ sich der Rest vor den Anleihe-Gläubigern ?
    - Obwohl KEINE einzige Anleihe in den letzten Jahren zurückgezahlt wurde (allesamt wurden auf das Jahr 2021 prolongiert), konnte bisher kein einziger EUR als Rückstellung in den Bilanzen für die Tilgungen in 2021 gefunden werden; sogar noch mehr: der gemeinsame Vertreter „durfte“ schon der Stundung der Zinsen zustimmen, was auch jetzt unter Pkt. 5 wieder geplant ist
    - In gut drei Jahren, 2021, als mehrere Anleihen nach dem jetzigen Stand fällig sind, werden die Carpevigo Verbindlichkeiten grob geschätzt ca. 90 Mio. betragen; davon bei den Banken ca. 15 Mio. (vorrangig) und ca. 75 Mio. bei uns den Anleihe-Gläubigern (nachrangig)

    Jeder kann sich mit seinem gesunden Menschenverstand nun die Frage selbst beantworten, wie wahrscheinlich ist es, dass „meine“ Anleihe in 2021 seitens Carpevigo, unter Beibehaltung der derzeitigen schon jahrelang dauernden „Sanierungs-Massnahmen“ der „Carpevigo-Mannschaft“ und Begleitung durch den jetzigen gemeinsamen Vertreten, zurückgezahlt wird.

    Fortsetzung folgt im Teil 2 …… (wegen max. Anzahl Zeichen im blog)
  2. Teil 2 (Fortsetzung)

    Für mich heisst die Antwort (aus Sicht aller Anleihe-Gläubiger) eindeutig, dass diese Wahrscheinlichkeit bei 0,0 (Null Komma Nichts) liegt.
    Es würde darauf hinauslaufen, dass die Carpevigo-Geschäftsführung mitsamt dem gemeinsamen Vertreter in 2021 erneut, durch „Androhung“ der (reellen) bevorstehenden Insolvenz (wie schon mehrmals geschehen), von den Anleihe-Gläubigern die weitere Laufzeitverlängerung um weitere 5-7 Jahre und dazu womöglich weitere Zinssatzherabsetzung „erzwingen“ möchte.

    In all diesen Jahren bis 2028 leben die bei Carpevigo inklusive Berater prächtig und alle haben von sich alleine keinen Grund, auch nur ansatzweise an eine Insolvenz zu denken.
    Im Jahre 2028 dürfte dann so ziemlich alles „vorbei“ sein: die stattlich garantierte Einspeisevergütung ist passe, Rückstellungen für die Anleihen Tilgungen gibt es kaum; auf der Haben-Seite bleiben dann nur noch die Solaranlagen mit einem geschätzten Wert von ca. 20 Mio. (im Vergleich zu 70 Mio. Anleihen-Verbindlichkeiten).

    Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, gibt es aus (unserer) Anleihe-Gläubiger-Sicht nun bei der anstehenden ausserordentlichen Gläubigerversammlung (der Anleihe A0N3X2), diese einmalige Chance, den bisherigen Kreis der „Sanierer“ zu durchbrechen und die Geschicke in andere Hände (gerichtliche Sanierung ?) zu übertragen.

    Obwohl Hr. Koch seine ca. 28 % hält, dürfte es noch einige Stimmen benötigen, die beim Tagesordnugspunkt 2 mit JA und beim Tagesordnugspunkt 1 mit NEIN; ebenso mit NEIN bei den übrigen Punkten.

    Es liegt in Euren Händen, ob alles „wie bisher“ im „Carpevigo-Paradies“ laufen wird oder doch eine Wende für ALLE Anleihe-Gläubiger demnächst erreicht werden kann.


Dienstag, 5. Dezember 2017

für den gV Wagner wirds langsam brenzlig....


wir bitten Sie um eine rechtliche Einschätzung zu folgendem Sachverhalt:

Am 20. November 2017 fand eine Anleihe-Gläubigerversammlung der Carpevigo AG statt. Dort wurde unter anderem Folgendes beschlossen:

„Der gemeinsame Vertreter wird hiermit ermächtigt und bevollmächtigt, insbesondere zu
der gerichtlichen und/oder außergerichtlichen Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen Anleihegläubiger
…“

Die Einladung habe ich auch beigefügt.

Der gemeinsame Vertreter in diesem Fall ist Rechtsanwalt Dr. Franz Wagner von Rembert Rechtsanwälte, Brienner Straße 21 in 80333 München.

Da der BGH festgestellt hat, dass der gemeinsame Vertreter rechtsgeschäftlicher Vertreter der Anleihegläubiger ist, sind wir der Auffassung, dass es einem Parteiverrat gleich käme, wenn er die von ihm vertretenen Anleihegläubiger im Namen der Anleihegläubiger (er würde den Beklagten folglich auch als Kläger vertreten) auf Schadensersatz verklagen würde.

Wir haben Herrn Dr. Wagner im Rahmen der Versammlung vor der Abstimmung darauf angesprochen und unsere Bedenken geäußert, aber er war mit diesen Beschlussvorschlägen der Emittentin dennoch einverstanden. Wir können das nicht nachvollziehen und bitten Sie darum um eine Stellungnahme, gern auch per E-Mail an

Montag, 4. Dezember 2017

Mit Dank an das Handelsblatt !!



UNTERNEHMENSANLEIHEN
Anleger zweiter Klasse
von:
Andrea Cünnen
Datum:
05.12.2017 06:05 Uhr
PREMIUMEine einflussreiche Kapitalmarktorganisation plädiert dafür, Privatinvestoren künftig vom direkten Zugang zu neuen Unternehmensanleihen abzuschneiden. Doch mit dem Vorstoß bringt die Lobby ihre eigenen Mitglieder gegen sich auf.

Frankfurt„Wir müssen leider draußen bleiben.“ Diese rüde Devise könnte bald für Privatanleger in Europa gelten, die neu an den Markt kommende Anleihen kaufen wollen. Geht es nach dem Willen einer einflussreichen Finanzlobby, dann sollen private Kleininvestoren im wichtigen Markt für Unternehmensanleihen künftig nicht mehr auf direktem Weg zum Zuge kommen.

Es geht um sehr viel Geld: Allein in diesem Jahr haben Unternehmen, Banken und Förderbanken in Europa neue Bonds über insgesamt 1,46 Billionen Euro aufgelegt. Im nächsten Jahr könnten es ähnlich viele werden. Doch dann sind Europas Privatanleger möglicherweise nicht mehr dabei.

Der Hintergrund sind neue Finanzmarktregeln, die am 3. Januar 2018 in Kraft treten. Sie machen es für Banken und Unternehmen viel aufwendiger, Anleihen an Privatanleger zu verkaufen. Dahinter steckt eigentlich die Absicht, den Anlegerschutz zu verbessern. Stattdessen drohen die Regeln zu unerwarteten Nebenwirkungen zu führen. Die Kapitalmarktorganisation ICMA, der vor allem europäische Banken und andere Finanzdienstleister angehören, hat vorgeschlagen, neue Bonds künftig nur noch an professionelle Investoren zu vertreiben. Diese würden den Markt ohnehin dominieren.

Doch mit dem Vorstoß bringt die Lobby ihre eigenen Mitglieder gegen sich auf: Gerade Banken, die viel Geschäft in Deutschland machen, wollen, dass Privatanleger weiter direkt Zugang zu Anleihen haben und Zinspapiere nicht nur über Fonds kaufen können. Wenn sich die ICMA durchsetzt, würden die Sparer zu Anlegern zweiter Klasse.

Die Kritiker warnen, dass der Gedanke des Anlegerschutzes auf den Kopf gestellt würde. „Bislang waren Anlegerschutzregeln dazu da, die Anleger aufzuklären“, betont Hendrik Haag, Partner bei der Kanzlei Hengeler Mueller: „Jetzt schließen die neuen Regeln Anleger im schlimmsten Fall aus, weil der Markt mit den zusätzlichen Anforderungen nicht zurechtkommt.“ Dies sei nicht im Sinne der EU-Kapitalmarktunion, die solle ja schließlich auch für Privatinvestoren Anlagemöglichkeiten in einem wettbewerbsfähigeren Finanzsystem schaffen.

Banker in Deutschland halten den Ausschluss von Privatanlegern bei neuen Anleihen auch aus anderen Gründen für keine gute Idee. „Kleinanleger spielen durchaus eine Rolle, und viele deutsche Unternehmen wollten, dass Privatanleger Zugang zu ihren Anleihen haben.“ Das sagt ein Banker, der als Syndikatschef die Interessen von Schuldnern und Investoren bei der Platzierung von neuen Anleihen zusammenbringt. Zitieren lassen will er sich damit – wie auch viele andere Investmentbanker und Bankjuristen – nicht. Zu viel ist mit Blick auf die neuen Finanzmarktregeln auch kurz vor deren Einführung noch im Fluss, und zu viele verschiedene Abteilungen in den Banken sind von der neuen Regulierung betroffen.

Viel ist noch im Fluss

Für den Anleihemarkt geht es konkret um zwei Aspekte der Regulierung, von denen allein die Finanzmarktrichtlinie Mifid II mit Gesetzen und Auslegungen mehr als 20 000 Seiten umfasst. Mifid II soll die Finanzmärkte transparenter machen und Anleger besser schützen. Parallel zum Mifid-II-Paket sollen neue Regeln für sogenannte Priips in Kraft treten, strukturierte Anlageprodukte, die an Privatanleger verkauft werden.


Bei der gesamten Regulierung sollten eigentlich Produkte wie Zertifikate im Fokus stehen, mit denen schlecht beratene Anleger bei der Pleite der Investment-Bank Lehman Brothers viel Geld verloren haben. Das Problem: „Man kann die Regeln auch auf das syndizierte Anleihegeschäft anwenden, also auf alle Anleihen, die mit Hilfe von Banken neu an den Markt gebracht werden“, sagt ein Jurist bei einer deutschen Großbank. Daran habe man bei der Gesetzgebung wohl kaum gedacht.

Dabei ist die Rechtslage immer noch unübersichtlich. „Wir wissen bis heute nicht genau, welche Anleihen unter die Priips-Verordnung der Europäischen Union fallen“, klagt Ruari Ewing, Rechtsexperte beim Kapitalmarktverband ICMA. Bei Anlageprodukten, die als strukturiert eingestuft und an Privatanleger verkauft werden, sind künftig Kurz-Informationsblätter (KID) nötig, die über das Produkt und seine Risiken aufklären.
Knackpunkt Zielmarkt

Zwar gibt es in Deutschland mit den Produktinformationsblättern schon heute Aufklärungspflichten. „Die KID gehen allerdings weit darüber hinaus“, meint Ewing: „Sie müssen am Leben erhalten werden, das heißt, es muss stetig aktualisiert und dokumentiert werden, ob sich die Risiken für Privatanleger geändert haben.“ Das sei sehr aufwendig, berge Haftungsrisiken und würde sich für Unternehmen als Emittenten kaum lohnen. Zudem würden anders als bei den in Deutschland bereits nötigen Produktinformationsblättern nicht die Banken, sondern die Unternehmen selbst die Verantwortung dafür tragen, die Informationen bereitzustellen – und permanent zu überwachen.

„Die Regulatoren sagen uns nicht genau, was im Bondbereich unter Priips fällt“, seufzt auch ein Bankjurist. Explizit ausgenommen seien nur Staatsanleihen. Nach deutscher Auffassung sei indes Konsens, dass auch sonstige festverzinsliche Anleihen als einfache Anlagen gelten, die kein KID brauchen. Dies gelte auch für variabel verzinste Bonds, die mit einem unveränderlichen Aufschlag zu einem Geldmarktsatz verzinst werden. Bei diesen Anleihen hätten die Emittenten keinen Mehraufwand durch den Verkauf an Privatanleger.

Bei nachrangigen Anleihen ist Aufklärung nötig

„Bei allen anderen Bonds wird es aber schon schwieriger, wenn der Schuldner zum Beispiel die Anleihe gegen einen Aufschlag vorzeitig tilgen kann“, erklärt der Bankjurist. Sicher nötig seien Kurzinformationen beim Verkauf an Privatanleger für nachrangige Anleihen. Bei diesen können Unternehmen bei schlechter Geschäftslage die Zinszahlungen aussetzen. Bei diesen Bonds sind weitreichende Aufklärung und Überwachung nötig.

Ein weiteres Problem, das die Unsicherheit verstärkt: Das Regulierungspaket Mifid II geht mit Blick auf Aufklärung und Überwachung in dieselbe Richtung. Hiervon sind alle Banken betroffen, die Anleihen für sich selbst oder im Auftrag anderer Schuldner wie zum Beispiel Unternehmen bei Investoren platzieren. Das entscheidende Stichwort dabei lautet „Product Governance“. Sie soll verhindern, dass Finanzprodukte an die falschen Anleger verkauft werden.

Zum einen müssen die Hersteller von Anlageprodukten einen Zielmarkt bestimmen. Das bedeutet, sie müssen sagen, an welche Kunden das Produkt verkauft wird. „Dabei geht es im Wesentlichen um die Trennung von professionellen Investoren und Privatanlegern“, erklärt Anwalt Haag von Hengeler Mueller.

Diese Pflicht gelte für Wertpapierdienstleister als Hersteller, wenn sie selbst ein Anlageprodukt, also zum Beispiel eine Anleihe, auflegen oder dabei mitwirken. Doch damit ist es nicht getan. „Auch die Banken, die Wertpapiere vertreiben, also weiterverkaufen, müssen Zielmärkte bestimmen“, erläutert Haag: „Wenn Privatkunden der Zielmarkt sind, muss der Vertrieb das Produkt während der ganzen Laufzeit daraufhin überwachen, ob sich Wesentliches für Anleger geändert hat, zum Beispiel, ob das Produkt riskanter geworden ist.“

Kommentar zu Finanzmarktregeln: Zu weit gegangen
KOMMENTAR ZU FINANZMARKTREGELN
Zu weit gegangen

Die neuen Finanzmarktregeln, die am 3. Januar in der EU in Kraft treten, sollen eigentlich Anleger schützen. Privatanleger vom Anleihemarkt auszuschließen kann aber nicht im Sinne des Anlegerschutzes sein. Ein Kommentar. mehr…

Wegen dieses ganzen Aufwandes und der Haftungsrisiken hat die Züricher Kapitalmarktorganisation ICMA nach einer Befragung einiger ihrer mehr als 530 Mitglieder einen ebenso simplen wie radikalen Lösungsvorschlag: Anleihen sollen künftig nur noch an professionelle Investoren als Zielmarkt verkauft werden.

„Wir konzentrieren uns auf die Perspektive der Emittenten, und für die ist es wesentlich einfacher, Anleihen nur an professionelle Investoren zu vertreiben“, erklärt Ewing. „Die Beobachtung des Produkts nach der Platzierung ist sehr viel einfacher, wenn nur an professionelle Investoren verkauft wird, weil für diese alle Produkte geeignet sind“, sagt auch Haag. Dennoch hält er den Ausschluss von Privatanlegern für den falschen Weg und die Ängste der ICMA vor Haftungsrisiken für überzogen. Bei Aktien gebe es diese Bedenken schließlich nicht, hier sei keine Rede von der ausschließlichen Platzierung an professionelle Anleger.

Ewing gibt zu, dass es nicht ideal sei, Privatanleger von neuen Anleihen auszuschließen, und weiß, dass es gerade in Deutschland Widerstand gibt. Deshalb betont er, dass die Belange privater Anleger von der ICMA und ihren Mitgliedern nicht außer Acht gelassen werden: „Es wird mit Hochdruck an möglichen Lösungsansätzen für Privatanleger gearbeitet – auch wenn es sich als Herausforderung erweist und der Spielraum relativ begrenzt ist.“

Dieses zumindest verbale Einlenken dürfte schon eine Folge des Widerstands deutscher Banken sein. „Anleihen gehen zwar nicht direkt bei der Platzierung an Privatanleger, aber im Handel werden mitunter zehn bis 20 Prozent der Bonds großer solider Unternehmen auch an Private verkauft“, betont ein Syndikatschef in Deutschland: „Die Nachfrage der Privatanleger stabilisiert den Markt.“ Das sieht auch Michael Görgens, Leiter des Handels mit Anleihen und börsengehandelten Indexfonds bei der Börse Stuttgart, so: „Ein breites Investorenspektrum im Handel hilft den Unternehmen, sich künftig günstiger zu refinanzieren.“ An der Börse Stuttgart handeln viele Privatanleger.

Weniger Auswahl

De facto sind Privatanleger schon jetzt von einem großen Anteil der Bondemissionen ausgeschlossen, weil die Mehrheit der Anleihen in einer Stückelung von 100 000 Euro auf den Markt kommt. Diese Mindestanlage dürfte für die meisten privaten Investoren ein kaum überwindbares Hindernis darstellen. Aber es gibt auch reichlich Bonds mit einer Stückelung von 1 000 Euro, die explizit auf Privatanleger abzielen. An der Börse Stuttgart sind solche Anleihen von Banken, Förderbanken und Unternehmen im Wert von immerhin 1,03 Billionen Euro gelistet. Das entspricht 17 Prozent des vergleichbaren Gesamtvolumens von 6,04 Billionen Euro.

THEMA: ANLEIHEN

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Langsam die Luft rauslassen
Experten fürchten, dass sich die Diskriminierung durch die neuen EU-Regeln noch einmal verschärft. „Einige Banken könnten der Empfehlung der ICMA folgen und Privatanleger von vornherein ausschließen“, fürchtet Görgens. Gerade Anleihen von soliden, bekannten Unternehmen, die sich leicht refinanzieren können, würden so gegebenenfalls nur noch an professionelle Investoren verkauft: „Privatanleger hätten damit eine geringere Auswahl an weniger riskanten Anleihen.“ Das sieht auch Haag von Hengeler Mueller so: „Wenn eine Anleihe einmal von den Banken als nur für professionelle Investoren geeignet erklärt wird, werden Privatanleger nur schwer eine Bank oder einen Broker finden, der sie ihnen im Handel verkauft.“

Gerade viele angelsächsische Banken würden dabei wohl zumindest zunächst „auf Nummer sicher“ gehen und nur an institutionelle Investoren verkaufen, fürchtet ein deutscher Banker. Doch es gibt Hoffnung. Denn auch ein Banker, der bei einem in London angesiedelten Institut arbeitet, aber deutsche Unternehmen bei der Platzierung von Anleihen betreut, betont: „Privatanleger auszuschließen ist keine gute Lösung.“ Anleger würden ihm da sicher zustimmen.

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ANDREA CÜNNEN
Andrea Cünnen
Andrea Cünnen
Handelsblatt / Finanzkorrespondentin
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90.002,99 EUR Auszahlung der Sicherheiten bei der WGFH04.....und bei der betrugsanfälligen Carpevigo AG Anleihe wurden die Sicherheiten versaubeutetlt und der sog gV Wagner tut rein garnichts um das zu bereinigen


Neutralitätspflicht des Vositzenden....und nicht wie ChaosNeureuther dissentierende Gläubiger von ca 25 % der gesamten Anleihe als unredlich und räuberische Anleihegläubiger schon im Eingangstatement zu diffamieren...



Skandalöse Redezeitbegrenzung auf 3 Minuten durch ChaosNeureuther beraten durch "RestrukturierungsExperten! Ponze....die sog Gläubigerversammlung wird unter den selbstverursachten Anfechtungsgründen fallieren....